Die letzten Wochen waren stressig-schön. Nein!, schön-stressig. Ich hatte doch tatsächlich Urlaub!
Nach 90-Stunden Arbeitswochen und viel beruflichem Tam-tam, habe ich mir eine kurze Auszeit genommen. Jene führte mich in etwas mehr als zwei Wochen von Schwaben nach Thüringen, auf eine Ostfriesische Insel, nach Franken, nach Schwaben, nach Frankreich, nach Schwaben, nach Franken nach Schwaben. Oder auch: 3, 500 Kilometer kreuz und quer mit dem Auto. Vom Flachland-Kessel ans Meer, in die Berge und wieder zurück. Bilder würde ich hier gerne online stellen, aber da ich und der technische Fortschritt nicht die besten Freunde sind, liegen die Bilder meiner analogen Kamera noch beim Drogeriemarkt.
Wer mich kennt, weiß, ich bin wie ein Kind, dass zum ersten Mal in seinem Leben Schokolade isst, wenn es um die Betrachtung von Dingen oder Landschaften geht, die mir im Alltag sonst nicht begegnen. Ich habe auf jener Insel zum zweiten Mal das Meer gesehen und mich verliebt in jeden einzelnen Tropfen. Habe dem Sturm getrotzt, bin auf Leuchttürme geklettert und habe in nicht ganz einer Woche einmal die komplette Insel umlaufen. Dabei muss mich jeder, der mir begegnet ist, für nicht von diesem Kontinent gehalten haben, denn mein heißgeliebter analoger Fotoapparat bommelte die ganze Zeit um meinem Hals. Dazu lugte unter der Kapuze meiner Windjacke nur noch meine Oberlippe und die Nase hinaus und in beiden Händen hielt ich je eine Plastiktüte. Eine für die Austernschalen, die ich so schön finde, und eine für den Sand, den ich illegal von der Insel geschleppt habe. Wenn ich etwas tue, dann mit vollem Einsatz. Zum Abschied ging es mit dem Schiff zurück aufs Festland, vorbei an Seehundbänken. Wie viele Seehunde es waren, weiß ich nicht, doch zu der Zeit, da ich auf der Insel war, führte eine Helikopterstaffel eine Seehund-Inventur über der Nordsee durch. Wenigstens die Dame von den Radionachrichten hat es geschafft, bei diesem Wort nicht in Lachen auszubrechen.
Dass ich zum ersten Mal in meinem Leben gebräunt durchs Leben laufe, habe ich der französischen Sonne zu verdanken. Nach Frankreich ging es fast direkt im Anschluss für ein paar Tage. Genauer war es eine süße mittelalterliche Stadt in den Rhone-Alpes, gelegen an einem wunderschönen hellgrünen See, umrandet von Bergen, Bergen, Bergen. Jedes Jahr findet in dieser Postkarten-Idylle das weltgrößte Film-Festival für Animation statt. Und so vergingen die Tage schnell mit Stadtbesichtigungen, im See baumelnden Füßen, Empfängen, dem Pflegen von Kontakten, Filme schauen, Ausflügen in den Bergen, Rettungsaktionen vor sich unbeirrt nähernden Kuhherden und schlechten Frühstücken. Dabei wurde mir auch wieder klar, dass Vorurteile manchmal ihren Namen zu Unrecht tragen. Den sie sind schlicht und einfach Realität:
Die Franzosen können kein Englisch. Ein internationales Festival, das ganze Filmprogramme auf Französisch ohne Untertitel zeigt, ist ein Schock. Egal wo ich es versuchte, im Hotel, im Einrichtungsladen, auf der Straße, die Franzosen weigern sich schlichtweg, eine auf Englisch gestellt Frage nicht auf Französisch zu beantworten. 60% der im französischen Radio gespielten Titel müssen in französischer Sprache gesungen sein. Die heimliche Quote liegt bei 95%, und die einzige englische Sängerin die gespielt wird, ist Whitney Houston. Und dass, obwohl niemand ihre Namen richtig aussprechen kann (der Radiomoderator versucht es erst gar nicht).
Die Franzosen haben das schlechteste Frühstück Europas. Jeden Morgen dasselbe Bild des Grauens: vertrocknetes Baguette, vertrocknete Milchbrötchenteig-Croissants, Butterersatz, Sirup mit Wasser als Orangensaft deklariert, Marmelade mit 80%-Zucker Anteil. C´est tout. Nach dem ersten Schluck des verdünnten Orangenaromasirups hieß es dann jeden Morgen: Non Madame, merci. Das kam schlecht an bei Madame. Sehr schlecht.
Die Franzosen essen ständig Baguette. Was den Deutschen die Kartoffeln, den Asiaten der Reis, das ist den Franzosen… nun ja. Dreimal täglich trocken-bröselige Teigstangen essen war genug. Gegen Ende des Aufenthalts bin ich in Streik getreten, wurde allerdings eines Besseren belehrt und musste meine Prinzipien über Bord werfen. 12 Euro für eine Pizza? 20 Euro für Reis mit Gemüse? So bringt man Nationalgüter an Rest-Europäer-Banausen.
Jetzt ist die Zeit der Muse vorbei und es wird wieder geklotzt. Nicht mehr lange, zum Glück, genau gesagt noch drei Wochen. Dann heißt es wieder einmal Kisten packen. Ein Jahr kann noch so schöne Urlaube mit sich bringen. Ohne mindestens eine Umzug wäre es doch langweilig.
Montag, 15. Juni 2009
Montag, 23. März 2009
Verweilen eine Weile lang
Seitdem ich auszog, bin ich schwerelos, heimatlos. Seitdem ich hinauszog um zu erkunden, ergründen, um zu suchen und zu finden, bin ich rastlos. Wo die Wurzeln liegen habe ich nie bezweifelt. Ich kenne den Namen dieses Ortes, lasse ihn in meinem Mund zergehen, dann und wann. Doch wo wächst der Stamm und wohin seine Krone? Wer wohnt in dieser Krone? Wie viel Sturm kann ein Baum ertragen, bevor seine Rinde dünn wird, splittert, bricht?
Ich stelle mich in die Frühjahrssonne zwischen all die Frühjahrsblüher und lasse mich wärmen. Ich will immer weiter wachsen und niemals aufhören. Ich bin nirgends festgewachsen, kann springen und laufen in jede Richtung. Doch eigentlich drehe ich mich immer nur im Kreis.
Wenn ich rauskommen will, wohin wende ich mich? Wo komme ich raus, am Ende der Reise?
Stehst du vor mir und schaust hinauf zu meiner lichten Krone? Oder lebst du gar darin? Willst du sie wachsen sehen, wachsen fühlen? Glaubst da daran, dass, wenn man einen Baum beschneidet, seine Knospen dichter treiben, satt im Grün?
Ich muss mich nieder lassen. Muss ausschlagen, verweilen, eine Weile lang. Denn ich renne Kreise in den Boden, Gräben, tief, in die irgendwann kein Sonnenlicht mehr scheinen wird. Ich will nach oben und die Wärme spüren; wo wird das sein?
Die Antwort ist bei dir, kleiner Kronenbetrachter, Kronenbewohner. Deine Sonne scheint fast jeden Tag für mich. So werde ich mit dir ziehen, meine Bahnen verlassen und hoffen, es ist der richtige Weg. Vielleicht muss du mir helfen, ab und zu, meine Schwere zu überlisten, die sich gegen meinen Willen stemmt.
Wo wächst mein Stamm und wohin meine Krone? Bei und zu dir, Sonnenschein.
Ich stelle mich in die Frühjahrssonne zwischen all die Frühjahrsblüher und lasse mich wärmen. Ich will immer weiter wachsen und niemals aufhören. Ich bin nirgends festgewachsen, kann springen und laufen in jede Richtung. Doch eigentlich drehe ich mich immer nur im Kreis.
Wenn ich rauskommen will, wohin wende ich mich? Wo komme ich raus, am Ende der Reise?
Stehst du vor mir und schaust hinauf zu meiner lichten Krone? Oder lebst du gar darin? Willst du sie wachsen sehen, wachsen fühlen? Glaubst da daran, dass, wenn man einen Baum beschneidet, seine Knospen dichter treiben, satt im Grün?
Ich muss mich nieder lassen. Muss ausschlagen, verweilen, eine Weile lang. Denn ich renne Kreise in den Boden, Gräben, tief, in die irgendwann kein Sonnenlicht mehr scheinen wird. Ich will nach oben und die Wärme spüren; wo wird das sein?
Die Antwort ist bei dir, kleiner Kronenbetrachter, Kronenbewohner. Deine Sonne scheint fast jeden Tag für mich. So werde ich mit dir ziehen, meine Bahnen verlassen und hoffen, es ist der richtige Weg. Vielleicht muss du mir helfen, ab und zu, meine Schwere zu überlisten, die sich gegen meinen Willen stemmt.
Wo wächst mein Stamm und wohin meine Krone? Bei und zu dir, Sonnenschein.
Freitag, 6. März 2009
Lee(h)r-Raum
Manchmal ist im Herzen einfach nur Winter. Alles liegt brach und trübe im kalten Wind, nichts bewegt sich und alles bleibt wie es ist. Dann und wann ist das gut so. Dann und wann nicht. Doch man kann sich daran festhalten, für eine kleine Weile.
Manchmal ist im Herzen Frühling und Herbst zu gleich. Alles anders, als es immer war. Getragen vom Wind, der ständig aus einer anderen Richtung bläst, einen erfasst und davon trägt und plötzlich wieder fallen lässt. Dann liegt man da, irgendwo, fluchend und versucht sich zu sammeln. Wo bin ich jetzt? Wo war ich davor? Will ich dort wieder zurück oder stelle ich mich einfach auf die Beine und schaue, wohin sie mich tragen, was ich dort vorfinden werde?
Es sind Scheidepunkte, Verästellungen, die etwas bewegen und verändern. Und sie sind gut (in der Regel) und machen Sinn (zumindest). Also warum versuche ich immer, diese zu planen, zu bemessen, abzuwägen? Wie viel hängt daran, wo ich lebe(n will). Wieviele? Und wer? Warum?
Ich habe Listen geschrieben. Pro, Contra. Gerade bin ich mit mir selbst beschäftigt, bitte nicht stören, b-i-t-t-e n-i-c-h-t s-t-ö-r-e-n. (Dann klingelt das Telefon, und man weiß hinterher nicht mehr was man getan hätte, wenn man nicht dran gegangen wäre. Vielleicht wäre die eigene Welt noch eine bessere?). Dann hat man email. (Und nach dem Lesen weiß man definitiv, dass die eigene Welt eine bessere gewesen wäre, hätte, wenn, tja…)
Am Besten also ich nehme deine Hand. Du hast mir immer Halt gegeben. Zur Sicherheit noch die Zweite. Ich schlinge meine Beine um dich und warte still, was passiert. Wollen wir uns tragen lassen, auf und ab und nieder? Oder weiter Listen schreiben, Tränen weinen in den leeren Raum?
Ich weiß es nicht. Weißt du es?
Manchmal ist im Herzen Frühling und Herbst zu gleich. Alles anders, als es immer war. Getragen vom Wind, der ständig aus einer anderen Richtung bläst, einen erfasst und davon trägt und plötzlich wieder fallen lässt. Dann liegt man da, irgendwo, fluchend und versucht sich zu sammeln. Wo bin ich jetzt? Wo war ich davor? Will ich dort wieder zurück oder stelle ich mich einfach auf die Beine und schaue, wohin sie mich tragen, was ich dort vorfinden werde?
Es sind Scheidepunkte, Verästellungen, die etwas bewegen und verändern. Und sie sind gut (in der Regel) und machen Sinn (zumindest). Also warum versuche ich immer, diese zu planen, zu bemessen, abzuwägen? Wie viel hängt daran, wo ich lebe(n will). Wieviele? Und wer? Warum?
Ich habe Listen geschrieben. Pro, Contra. Gerade bin ich mit mir selbst beschäftigt, bitte nicht stören, b-i-t-t-e n-i-c-h-t s-t-ö-r-e-n. (Dann klingelt das Telefon, und man weiß hinterher nicht mehr was man getan hätte, wenn man nicht dran gegangen wäre. Vielleicht wäre die eigene Welt noch eine bessere?). Dann hat man email. (Und nach dem Lesen weiß man definitiv, dass die eigene Welt eine bessere gewesen wäre, hätte, wenn, tja…)
Am Besten also ich nehme deine Hand. Du hast mir immer Halt gegeben. Zur Sicherheit noch die Zweite. Ich schlinge meine Beine um dich und warte still, was passiert. Wollen wir uns tragen lassen, auf und ab und nieder? Oder weiter Listen schreiben, Tränen weinen in den leeren Raum?
Ich weiß es nicht. Weißt du es?
Freitag, 13. Februar 2009
Die Macht der Ohnmacht (1)
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www.flickr.com/photos/couragecampaign/sets/72157611501972510/show/
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Freitag, 30. Januar 2009
To whom it may concern
Irgendwann muss man aufstehen. Den Rücken strecken. Ein Fuß vor den anderen. Sich über den Erfolg freuen, es geschafft zu haben und den Wind im Haar zu spüren. Sich fort-bewegen. Weg.
Das Schlimmste ist doch das Gefühl, keinem ginge es so schlecht wie einem selbst. Keiner kann nachfühlen, das, was, ja was denn? Oder ist es das schönste Gefühl?
Drogen als Ersatz für … hm, genau.
Wie alt bin ich jetzt? Und wie alt war ich, als diese Gefühle, dieses Drängen, die Rastlosigkeit akzeptiert waren? Man nannte es Pubertät und ertränkte sie, feierte sie mit schwarzen Versen an der Wand, mit Spuren in der Haut die nur langsam, lichtlos, verblassten.
Niemals würde das zu Ende gehen…
Aufgestanden? Stehend? Wo ist das Leben? Wie riecht es und schmeckt es? Und ja, ich bin immer noch allein, ich stehe immer noch hier, aber es wird sich viel bewegen, weil es Leben heißt und nicht Stillstand und nicht Tod und ich lerne, dass ich selbst das Leben …. leben muss.
Ich sehe es durch Rau(s)chwolken, durch dunkle Nächte flirrender Lichter Tanz, durch Lachen, vertrautes, unvertrautes. Horizont. Erweiterung. Und immer weiter.
Auf dem Weg nicht umdrehen. Mein Ziel kann nicht in der Vergangenheit liegen. Ich muss vergessen und sehen, dass ich niemals allein bin. Es wird immer wenige, viele, einen geben, der dieselben Lieder singt. Auch wenn ich sie nicht verstehe, so füllen die Klänge den Raum.
Man kann Liebe finden. Sie kündigt sich nicht vorher an. Sie steht im Raum und wartet darauf, betrachtet zu werden. Sie war schon immer da, ist niemals neu. Vielleicht ist man nur oft durch sie hindurch gelaufen. Vielleicht wusste man es nicht besser. Man wollte sie nicht finden. Hat sie gesucht auf Wegen die von Anbeginn unbestreitbar, uneinnehmbar waren. Ist man selber schuld? Bin ich schuld? Die Anderen? Die ewig Anderen. Ich kann nur jammern und stumm schreien und laut schreiben und sie ertränken, durch den Dunst hindurch blasen. Es wird sich niemals etwas ändern, verändern und niemand kann es nachempfinden und ich bin so allein. Die Anderen, sie leben und lieben und seufzen und streiten und fallen und stehen wieder auf in ihrer grenzenlosen Spießigkeit und Langeweile.
Besser für mich, es bleibt wie es ist.
Das Schlimmste ist doch das Gefühl, keinem ginge es so schlecht wie einem selbst. Keiner kann nachfühlen, das, was, ja was denn? Oder ist es das schönste Gefühl?
Drogen als Ersatz für … hm, genau.
Wie alt bin ich jetzt? Und wie alt war ich, als diese Gefühle, dieses Drängen, die Rastlosigkeit akzeptiert waren? Man nannte es Pubertät und ertränkte sie, feierte sie mit schwarzen Versen an der Wand, mit Spuren in der Haut die nur langsam, lichtlos, verblassten.
Niemals würde das zu Ende gehen…
Aufgestanden? Stehend? Wo ist das Leben? Wie riecht es und schmeckt es? Und ja, ich bin immer noch allein, ich stehe immer noch hier, aber es wird sich viel bewegen, weil es Leben heißt und nicht Stillstand und nicht Tod und ich lerne, dass ich selbst das Leben …. leben muss.
Ich sehe es durch Rau(s)chwolken, durch dunkle Nächte flirrender Lichter Tanz, durch Lachen, vertrautes, unvertrautes. Horizont. Erweiterung. Und immer weiter.
Auf dem Weg nicht umdrehen. Mein Ziel kann nicht in der Vergangenheit liegen. Ich muss vergessen und sehen, dass ich niemals allein bin. Es wird immer wenige, viele, einen geben, der dieselben Lieder singt. Auch wenn ich sie nicht verstehe, so füllen die Klänge den Raum.
Man kann Liebe finden. Sie kündigt sich nicht vorher an. Sie steht im Raum und wartet darauf, betrachtet zu werden. Sie war schon immer da, ist niemals neu. Vielleicht ist man nur oft durch sie hindurch gelaufen. Vielleicht wusste man es nicht besser. Man wollte sie nicht finden. Hat sie gesucht auf Wegen die von Anbeginn unbestreitbar, uneinnehmbar waren. Ist man selber schuld? Bin ich schuld? Die Anderen? Die ewig Anderen. Ich kann nur jammern und stumm schreien und laut schreiben und sie ertränken, durch den Dunst hindurch blasen. Es wird sich niemals etwas ändern, verändern und niemand kann es nachempfinden und ich bin so allein. Die Anderen, sie leben und lieben und seufzen und streiten und fallen und stehen wieder auf in ihrer grenzenlosen Spießigkeit und Langeweile.
Besser für mich, es bleibt wie es ist.
Dienstag, 30. Dezember 2008
In jedem Fall, vielleicht.
Irgendwann einmal hat der Mensch begonnen, sich zum alljährlichen Jahresende eine (imaginäre) Liste mit den Dingen zu machen, die sie oder er im neuen Jahr nicht mehr, oder in jedem Fall, verwirklichen möchte. Das können materielle Sachen sein, wie Reisen in ein bestimmtes Land oder einen bestimmten Kontinent; es können emotionale bzw. essentielle Aspekte sein, eine Hochzeit oder Verlobung, eine Bewerbung auf eine neue Arbeitstelle. Oder aber es sind persönliche Charakteristika, die man (in den meisten Fällen) verändern will, wie beispielsweise nicht mehr so leicht in Stressmomente zu fallen, nicht mehr so launisch oder zu vorlaut zu sein.
Irgendwann muss dem Menschen dann aufgefallen sein, dass es meist bei den guten Vorsätzen allein bleibt. Die Frage, wie lange es dauerte, bis dies ins Bewusstsein des Jeweiligen drang, ist nicht zu beantworten, aber ich vermute es dauerte genau ein Jahr. Und trotzdem stellt man sich und anderen alljährlich Ende Dezember wieder dieselbe Frage: Was sind meine/deine guten Vorsätze fürs neue Jahr?
Vielleicht das sich alles verändert und alles bleibt wie es ist. Eventuell doch mal ans Meer zu fahren. Gegebenenfalls neue Wege zu entdecken. Hoffentlich alte Kontakte wieder zu pflegen und neue hinzu zu gewinnen. Irgendetwas zu verändern, das bleibt.
Oder aber einfach nur: Weniger Irgendwann und Vielleicht, Hoffentlich und Eventuell und Aber zu sagen. Was würde allein das verändern? Vielleicht werden wir es sehen!
Bis dahin wünsche ich euch einen wunderbaren Start ins neue Jahr!!
Irgendwann muss dem Menschen dann aufgefallen sein, dass es meist bei den guten Vorsätzen allein bleibt. Die Frage, wie lange es dauerte, bis dies ins Bewusstsein des Jeweiligen drang, ist nicht zu beantworten, aber ich vermute es dauerte genau ein Jahr. Und trotzdem stellt man sich und anderen alljährlich Ende Dezember wieder dieselbe Frage: Was sind meine/deine guten Vorsätze fürs neue Jahr?
Vielleicht das sich alles verändert und alles bleibt wie es ist. Eventuell doch mal ans Meer zu fahren. Gegebenenfalls neue Wege zu entdecken. Hoffentlich alte Kontakte wieder zu pflegen und neue hinzu zu gewinnen. Irgendetwas zu verändern, das bleibt.
Oder aber einfach nur: Weniger Irgendwann und Vielleicht, Hoffentlich und Eventuell und Aber zu sagen. Was würde allein das verändern? Vielleicht werden wir es sehen!
Bis dahin wünsche ich euch einen wunderbaren Start ins neue Jahr!!
Samstag, 13. Dezember 2008
Die Leiden des alten Herrn A.
Wenn alle (un-) (halb-) wichtigen Menschen in und um Stuttgart sich in ihre Cocktailkleider und Anzüge zwängen, mich anlächeln mit knallrotem Lippenstift auf den Zähnen, ihre Geliebten unter anderem Namen anmelden, die Polizei auf Patrouille Gräben läuft und Limousinen vorfahren in denen außer dem Fahrer niemand sitzt, weil ein gewisser Herr Josef A. bereits längst im hausinternen Restaurant zu speisen pflegt dann, ja dann findet zum 41. Male die Verleihung des Deutschen Wirtschaftsfilmpreises in Ludwigsburg statt.
Dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Ich könnte jetzt auftrumpfen: Ich stand mit Josef A. und T. Koll auf einer Gästeliste (man stelle sich vor!) huhu!! Aber musste ich dort auch arbeiten :-) Also bleibt die Kirche schön wo sie ist und ich auch.
Es galt Filme aus und über die Wirtschaft auszuzeichnen so wie dem Nachwuchs zu huldigen. Es gab hervorragende Preisträgerfilme und eine gelungene Veranstaltung zu sehen. Leider hatte die Jury nicht die Vielfalt der Ausbildungsstätten (sprich: Filmhochschulen) im Blick, doch das schmälerte nicht die Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Als sich der Vorhang hob, fielen sich zwei Kolleginnen von mir erleichtert in die Arme. Sie hatten die Verleihung zum Großteil organisiert. Kleine Kostprobe? "Nein... ich... nein in Chernos (Jobatey) Vertrag steht ausdrücklich drin... dass... nein... er möchte kein Make-up er... es steht im Vertrag er möchte keine Make-up bevor er..." Äh ja. Und so weiter.
Und wer (wie ich) dachte: Die armen Polizistinnen, wie sie da im Schnee rumstapfen und nichts zu tun haben!, der irrte. Als die Veranstaltung bereits fortgeschritten war, schritten plötzlich zwei der Leibwächter des Chefs einer großen Deutschen Bank die Treppe herunter, im festen Griff einen Mann im Smoking und mit Hut der es irgendwie geschafft hatte, sich einzuschleußen (oder einschleußen zu lassen). Eilends wurden seine Taschen durchsucht und ihr Innerstes nach Außen befördert. Die Polizistinnen freute es und uns Mitarbeiter auch. Augerollt auf dem glänzenden Boden des Foyers lag es, das Corpus Delicti. Keiner konnte sich ein Grinsen und ein geflüstertes "richtig so" verkneifen. Besagter Stein des heftigen Anstoßes war eine etwa zwei Meter mal zwei Meter große Flagge mit dem Konterfei des Hern A. darauf. Daneben stand in dicken Buchstaben: "Geld Macht Geil. Attac Region Stuttgart."
Dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Ich könnte jetzt auftrumpfen: Ich stand mit Josef A. und T. Koll auf einer Gästeliste (man stelle sich vor!) huhu!! Aber musste ich dort auch arbeiten :-) Also bleibt die Kirche schön wo sie ist und ich auch.
Es galt Filme aus und über die Wirtschaft auszuzeichnen so wie dem Nachwuchs zu huldigen. Es gab hervorragende Preisträgerfilme und eine gelungene Veranstaltung zu sehen. Leider hatte die Jury nicht die Vielfalt der Ausbildungsstätten (sprich: Filmhochschulen) im Blick, doch das schmälerte nicht die Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Als sich der Vorhang hob, fielen sich zwei Kolleginnen von mir erleichtert in die Arme. Sie hatten die Verleihung zum Großteil organisiert. Kleine Kostprobe? "Nein... ich... nein in Chernos (Jobatey) Vertrag steht ausdrücklich drin... dass... nein... er möchte kein Make-up er... es steht im Vertrag er möchte keine Make-up bevor er..." Äh ja. Und so weiter.
Und wer (wie ich) dachte: Die armen Polizistinnen, wie sie da im Schnee rumstapfen und nichts zu tun haben!, der irrte. Als die Veranstaltung bereits fortgeschritten war, schritten plötzlich zwei der Leibwächter des Chefs einer großen Deutschen Bank die Treppe herunter, im festen Griff einen Mann im Smoking und mit Hut der es irgendwie geschafft hatte, sich einzuschleußen (oder einschleußen zu lassen). Eilends wurden seine Taschen durchsucht und ihr Innerstes nach Außen befördert. Die Polizistinnen freute es und uns Mitarbeiter auch. Augerollt auf dem glänzenden Boden des Foyers lag es, das Corpus Delicti. Keiner konnte sich ein Grinsen und ein geflüstertes "richtig so" verkneifen. Besagter Stein des heftigen Anstoßes war eine etwa zwei Meter mal zwei Meter große Flagge mit dem Konterfei des Hern A. darauf. Daneben stand in dicken Buchstaben: "Geld Macht Geil. Attac Region Stuttgart."
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