Seitdem ich auszog, bin ich schwerelos, heimatlos. Seitdem ich hinauszog um zu erkunden, ergründen, um zu suchen und zu finden, bin ich rastlos. Wo die Wurzeln liegen habe ich nie bezweifelt. Ich kenne den Namen dieses Ortes, lasse ihn in meinem Mund zergehen, dann und wann. Doch wo wächst der Stamm und wohin seine Krone? Wer wohnt in dieser Krone? Wie viel Sturm kann ein Baum ertragen, bevor seine Rinde dünn wird, splittert, bricht?
Ich stelle mich in die Frühjahrssonne zwischen all die Frühjahrsblüher und lasse mich wärmen. Ich will immer weiter wachsen und niemals aufhören. Ich bin nirgends festgewachsen, kann springen und laufen in jede Richtung. Doch eigentlich drehe ich mich immer nur im Kreis.
Wenn ich rauskommen will, wohin wende ich mich? Wo komme ich raus, am Ende der Reise?
Stehst du vor mir und schaust hinauf zu meiner lichten Krone? Oder lebst du gar darin? Willst du sie wachsen sehen, wachsen fühlen? Glaubst da daran, dass, wenn man einen Baum beschneidet, seine Knospen dichter treiben, satt im Grün?
Ich muss mich nieder lassen. Muss ausschlagen, verweilen, eine Weile lang. Denn ich renne Kreise in den Boden, Gräben, tief, in die irgendwann kein Sonnenlicht mehr scheinen wird. Ich will nach oben und die Wärme spüren; wo wird das sein?
Die Antwort ist bei dir, kleiner Kronenbetrachter, Kronenbewohner. Deine Sonne scheint fast jeden Tag für mich. So werde ich mit dir ziehen, meine Bahnen verlassen und hoffen, es ist der richtige Weg. Vielleicht muss du mir helfen, ab und zu, meine Schwere zu überlisten, die sich gegen meinen Willen stemmt.
Wo wächst mein Stamm und wohin meine Krone? Bei und zu dir, Sonnenschein.
Montag, 23. März 2009
Freitag, 6. März 2009
Lee(h)r-Raum
Manchmal ist im Herzen einfach nur Winter. Alles liegt brach und trübe im kalten Wind, nichts bewegt sich und alles bleibt wie es ist. Dann und wann ist das gut so. Dann und wann nicht. Doch man kann sich daran festhalten, für eine kleine Weile.
Manchmal ist im Herzen Frühling und Herbst zu gleich. Alles anders, als es immer war. Getragen vom Wind, der ständig aus einer anderen Richtung bläst, einen erfasst und davon trägt und plötzlich wieder fallen lässt. Dann liegt man da, irgendwo, fluchend und versucht sich zu sammeln. Wo bin ich jetzt? Wo war ich davor? Will ich dort wieder zurück oder stelle ich mich einfach auf die Beine und schaue, wohin sie mich tragen, was ich dort vorfinden werde?
Es sind Scheidepunkte, Verästellungen, die etwas bewegen und verändern. Und sie sind gut (in der Regel) und machen Sinn (zumindest). Also warum versuche ich immer, diese zu planen, zu bemessen, abzuwägen? Wie viel hängt daran, wo ich lebe(n will). Wieviele? Und wer? Warum?
Ich habe Listen geschrieben. Pro, Contra. Gerade bin ich mit mir selbst beschäftigt, bitte nicht stören, b-i-t-t-e n-i-c-h-t s-t-ö-r-e-n. (Dann klingelt das Telefon, und man weiß hinterher nicht mehr was man getan hätte, wenn man nicht dran gegangen wäre. Vielleicht wäre die eigene Welt noch eine bessere?). Dann hat man email. (Und nach dem Lesen weiß man definitiv, dass die eigene Welt eine bessere gewesen wäre, hätte, wenn, tja…)
Am Besten also ich nehme deine Hand. Du hast mir immer Halt gegeben. Zur Sicherheit noch die Zweite. Ich schlinge meine Beine um dich und warte still, was passiert. Wollen wir uns tragen lassen, auf und ab und nieder? Oder weiter Listen schreiben, Tränen weinen in den leeren Raum?
Ich weiß es nicht. Weißt du es?
Manchmal ist im Herzen Frühling und Herbst zu gleich. Alles anders, als es immer war. Getragen vom Wind, der ständig aus einer anderen Richtung bläst, einen erfasst und davon trägt und plötzlich wieder fallen lässt. Dann liegt man da, irgendwo, fluchend und versucht sich zu sammeln. Wo bin ich jetzt? Wo war ich davor? Will ich dort wieder zurück oder stelle ich mich einfach auf die Beine und schaue, wohin sie mich tragen, was ich dort vorfinden werde?
Es sind Scheidepunkte, Verästellungen, die etwas bewegen und verändern. Und sie sind gut (in der Regel) und machen Sinn (zumindest). Also warum versuche ich immer, diese zu planen, zu bemessen, abzuwägen? Wie viel hängt daran, wo ich lebe(n will). Wieviele? Und wer? Warum?
Ich habe Listen geschrieben. Pro, Contra. Gerade bin ich mit mir selbst beschäftigt, bitte nicht stören, b-i-t-t-e n-i-c-h-t s-t-ö-r-e-n. (Dann klingelt das Telefon, und man weiß hinterher nicht mehr was man getan hätte, wenn man nicht dran gegangen wäre. Vielleicht wäre die eigene Welt noch eine bessere?). Dann hat man email. (Und nach dem Lesen weiß man definitiv, dass die eigene Welt eine bessere gewesen wäre, hätte, wenn, tja…)
Am Besten also ich nehme deine Hand. Du hast mir immer Halt gegeben. Zur Sicherheit noch die Zweite. Ich schlinge meine Beine um dich und warte still, was passiert. Wollen wir uns tragen lassen, auf und ab und nieder? Oder weiter Listen schreiben, Tränen weinen in den leeren Raum?
Ich weiß es nicht. Weißt du es?
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