wie geht es dir? Alt bist du geworden, müde und farblos. Ganz still bist du geworden, erschöpft, und doch hat irgendwer gesagt, du wirst neu erwachen, von vorn beginnen, nur unter anderem Namen.
Es war schön dich zu begleiten, von dir begleitet zu werden, Tag um Tag, doch nicht immer einfach, in dein Gesicht zu sehen.
Jeder Mensch hat bereits Forderungen an dich gestellt, da warst du noch nicht einmal geboren. So auch ich. Wieviele davon hast du erfüllt? Ich habe tausende Kiloometer in dir gefangen zurück gelegt und ich bin sicher, die letzten tausend davon waren die schönsten, die befreiensten. Veränderung hast du gebracht, viel gute, endlich. Trost hast du bereitgehalten und Durchhaltevermögen, mehr als ich je dachte zu besitzen oder zu erleben. Stille Momente waren dabei, wenn auch nur ganz, ganz wenige. Viele Bilder lässt du in mir zurück, in meinen Kopf, die ich wieder und wieder anschaue, wenn ich Zeit finde. Bilder vom Meer, Bilder von Bergen, von Gelegenheiten, genutzt und ungenutzt. Bilder von Menschen. Bilder von Trauer, von Rückschlägen und Ängsten, die doch irgendwoher Erleichterung erfahren haben. Bilder von Liebe, von Freude, Bilder von Träumen, die manchmal nicht vom Leben zu trennen waren.
Nun stellt man die Uhren auf Null, auf Nichts, doch nicht ohne zu feiern, dich zu feiern und dein neues Erwachen, deinen Beginn, deinen anderen, neuen Namen.
Nun denn, viel Glück, einen guten Start und ... bis gleich!
Mittwoch, 30. Dezember 2009
Dienstag, 22. Dezember 2009
Ja, ist denn schon wieder...???
Die letzten Geschenke kaufen, die letzten Stunden im Büro, die letzten Nächte nicht allein im Bett: Dann ist Weihnachten. Bis auf das obligatorische Geschenke-so-auspacken-dass-man-das-Papier-nochmals-verwenden-könnte-obwohl-man-in-jenem-Moment-schon-weiß-dass-man-es-eh-nicht-tut liegt alles doch eigentlich schon hinter mir: Weihnachtsmärkte, Weihnachtskekse, Weihnachtsgefühle. Weihnachtsstress. In der Reihenfolge, bitte. Oder nicht?
Nicht mehr lang und ich werde, in Richtung Heimat tuckernd, wieder Stunden halb-sitzend, halb-stehend auf meinem quietschroten Stewardessenkoffer im Gang diverser Züge verbringen. Immerhin, es geht noch schlimmer. Denn der Letzte muss bekanntlich in der Toilette platz nehmen. Oder auf dem Dach. Deutsche Bahn: Nicht mitnehmen, gibts nicht.
Ich freue mich auf Weihnachten, auch wenn mich jetzt schon dieses Gefühl beschleicht, das normalerweise immer erst am späten Abend des 26. Dezembers in mir aufkommt: Jetzt ist alles wieder vorbei, ich muss wieder ein Jahr warten. Mich trötstet der Gedanke, dass an Ostern schon wieder neue Schokoladenweihnachtsmänner in den Fabriken gefertigt werden. Und Ostern ist ja auch wieder bald, schließlich kann man Osterschokoladenhasen bereits in vier Wochen wieder im Handel kaufen.
Dieses Jahr kommt mir vor wie drei Jahre in einem. Das erste Wort, das mir dazu einfällt, ist wie alle die Male in den letzten Jahren dieses: Umzug. Kisten. Abschied. Willkommen. Diesmal: Ankommen. 100 schlechte Erfahren, Erlebnisse. Und zehn gute. Die aber richtig.
Jetzt will ich endlich nur noch unter eine imaginäre Weihnachtsdecke kriechen. Mitzunehmen sind: Weihnachtsmarkt, Weihnachtskekse, Weihnachtgefühle. Keinen Stress. Keinen Weihnachsstress! Dazu leckeren Weihnachtsbraten, Weihnachtsbaum mit Weihnachtsschmuck, zwei, drei gute (Nicht-Weihnachts-)Bücher, Katie Melua, Schlittschuhe und Goldschätze. Bilder und gute (Weihnachts-?)Gedanken an dieses Jahr. Meine Lieben. Stille.
Nicht mehr lang und ich werde, in Richtung Heimat tuckernd, wieder Stunden halb-sitzend, halb-stehend auf meinem quietschroten Stewardessenkoffer im Gang diverser Züge verbringen. Immerhin, es geht noch schlimmer. Denn der Letzte muss bekanntlich in der Toilette platz nehmen. Oder auf dem Dach. Deutsche Bahn: Nicht mitnehmen, gibts nicht.
Ich freue mich auf Weihnachten, auch wenn mich jetzt schon dieses Gefühl beschleicht, das normalerweise immer erst am späten Abend des 26. Dezembers in mir aufkommt: Jetzt ist alles wieder vorbei, ich muss wieder ein Jahr warten. Mich trötstet der Gedanke, dass an Ostern schon wieder neue Schokoladenweihnachtsmänner in den Fabriken gefertigt werden. Und Ostern ist ja auch wieder bald, schließlich kann man Osterschokoladenhasen bereits in vier Wochen wieder im Handel kaufen.
Dieses Jahr kommt mir vor wie drei Jahre in einem. Das erste Wort, das mir dazu einfällt, ist wie alle die Male in den letzten Jahren dieses: Umzug. Kisten. Abschied. Willkommen. Diesmal: Ankommen. 100 schlechte Erfahren, Erlebnisse. Und zehn gute. Die aber richtig.
Jetzt will ich endlich nur noch unter eine imaginäre Weihnachtsdecke kriechen. Mitzunehmen sind: Weihnachtsmarkt, Weihnachtskekse, Weihnachtgefühle. Keinen Stress. Keinen Weihnachsstress! Dazu leckeren Weihnachtsbraten, Weihnachtsbaum mit Weihnachtsschmuck, zwei, drei gute (Nicht-Weihnachts-)Bücher, Katie Melua, Schlittschuhe und Goldschätze. Bilder und gute (Weihnachts-?)Gedanken an dieses Jahr. Meine Lieben. Stille.
Montag, 30. November 2009
Parkplatzsuche
Heute hat die Melancholie direkt neben mir geparkt. Schon lange, bevor ich überhaupt wach wurde heute morgen, hielt sie an und, ohne zu klopfen oder zu fragen, kroch sie in mich.
Vom Bett zum Zug und in die Arbeit begleitet sie mich stumm und unsichtbar und grinst ganz leise in sich hinein.
Ich starre seit Stunden in mich um sie zu finden und heraus kommt nur ein Lächeln für all die anderen. Aber nicht für mich.
Heute gibt es keine gute Nachrichten. Sie sind neutral bis mässig. Nachdenklich machend. Nicht schlecht. Aber auch nicht gut.
Heute freue ich mich nur noch auf zwei Dinge. In mein Spiegelbild zu schauen: Das Buch, das ich gerade lese. Und ins Bett zu fallen und gewärmt zu werden.
Und im Laufe der Nacht ist, hoffentlich, auch der Parkplatz neben mir wieder frei.
Vom Bett zum Zug und in die Arbeit begleitet sie mich stumm und unsichtbar und grinst ganz leise in sich hinein.
Ich starre seit Stunden in mich um sie zu finden und heraus kommt nur ein Lächeln für all die anderen. Aber nicht für mich.
Heute gibt es keine gute Nachrichten. Sie sind neutral bis mässig. Nachdenklich machend. Nicht schlecht. Aber auch nicht gut.
Heute freue ich mich nur noch auf zwei Dinge. In mein Spiegelbild zu schauen: Das Buch, das ich gerade lese. Und ins Bett zu fallen und gewärmt zu werden.
Und im Laufe der Nacht ist, hoffentlich, auch der Parkplatz neben mir wieder frei.
Montag, 15. Juni 2009
Und klick!
Die letzten Wochen waren stressig-schön. Nein!, schön-stressig. Ich hatte doch tatsächlich Urlaub!
Nach 90-Stunden Arbeitswochen und viel beruflichem Tam-tam, habe ich mir eine kurze Auszeit genommen. Jene führte mich in etwas mehr als zwei Wochen von Schwaben nach Thüringen, auf eine Ostfriesische Insel, nach Franken, nach Schwaben, nach Frankreich, nach Schwaben, nach Franken nach Schwaben. Oder auch: 3, 500 Kilometer kreuz und quer mit dem Auto. Vom Flachland-Kessel ans Meer, in die Berge und wieder zurück. Bilder würde ich hier gerne online stellen, aber da ich und der technische Fortschritt nicht die besten Freunde sind, liegen die Bilder meiner analogen Kamera noch beim Drogeriemarkt.
Wer mich kennt, weiß, ich bin wie ein Kind, dass zum ersten Mal in seinem Leben Schokolade isst, wenn es um die Betrachtung von Dingen oder Landschaften geht, die mir im Alltag sonst nicht begegnen. Ich habe auf jener Insel zum zweiten Mal das Meer gesehen und mich verliebt in jeden einzelnen Tropfen. Habe dem Sturm getrotzt, bin auf Leuchttürme geklettert und habe in nicht ganz einer Woche einmal die komplette Insel umlaufen. Dabei muss mich jeder, der mir begegnet ist, für nicht von diesem Kontinent gehalten haben, denn mein heißgeliebter analoger Fotoapparat bommelte die ganze Zeit um meinem Hals. Dazu lugte unter der Kapuze meiner Windjacke nur noch meine Oberlippe und die Nase hinaus und in beiden Händen hielt ich je eine Plastiktüte. Eine für die Austernschalen, die ich so schön finde, und eine für den Sand, den ich illegal von der Insel geschleppt habe. Wenn ich etwas tue, dann mit vollem Einsatz. Zum Abschied ging es mit dem Schiff zurück aufs Festland, vorbei an Seehundbänken. Wie viele Seehunde es waren, weiß ich nicht, doch zu der Zeit, da ich auf der Insel war, führte eine Helikopterstaffel eine Seehund-Inventur über der Nordsee durch. Wenigstens die Dame von den Radionachrichten hat es geschafft, bei diesem Wort nicht in Lachen auszubrechen.
Dass ich zum ersten Mal in meinem Leben gebräunt durchs Leben laufe, habe ich der französischen Sonne zu verdanken. Nach Frankreich ging es fast direkt im Anschluss für ein paar Tage. Genauer war es eine süße mittelalterliche Stadt in den Rhone-Alpes, gelegen an einem wunderschönen hellgrünen See, umrandet von Bergen, Bergen, Bergen. Jedes Jahr findet in dieser Postkarten-Idylle das weltgrößte Film-Festival für Animation statt. Und so vergingen die Tage schnell mit Stadtbesichtigungen, im See baumelnden Füßen, Empfängen, dem Pflegen von Kontakten, Filme schauen, Ausflügen in den Bergen, Rettungsaktionen vor sich unbeirrt nähernden Kuhherden und schlechten Frühstücken. Dabei wurde mir auch wieder klar, dass Vorurteile manchmal ihren Namen zu Unrecht tragen. Den sie sind schlicht und einfach Realität:
Die Franzosen können kein Englisch. Ein internationales Festival, das ganze Filmprogramme auf Französisch ohne Untertitel zeigt, ist ein Schock. Egal wo ich es versuchte, im Hotel, im Einrichtungsladen, auf der Straße, die Franzosen weigern sich schlichtweg, eine auf Englisch gestellt Frage nicht auf Französisch zu beantworten. 60% der im französischen Radio gespielten Titel müssen in französischer Sprache gesungen sein. Die heimliche Quote liegt bei 95%, und die einzige englische Sängerin die gespielt wird, ist Whitney Houston. Und dass, obwohl niemand ihre Namen richtig aussprechen kann (der Radiomoderator versucht es erst gar nicht).
Die Franzosen haben das schlechteste Frühstück Europas. Jeden Morgen dasselbe Bild des Grauens: vertrocknetes Baguette, vertrocknete Milchbrötchenteig-Croissants, Butterersatz, Sirup mit Wasser als Orangensaft deklariert, Marmelade mit 80%-Zucker Anteil. C´est tout. Nach dem ersten Schluck des verdünnten Orangenaromasirups hieß es dann jeden Morgen: Non Madame, merci. Das kam schlecht an bei Madame. Sehr schlecht.
Die Franzosen essen ständig Baguette. Was den Deutschen die Kartoffeln, den Asiaten der Reis, das ist den Franzosen… nun ja. Dreimal täglich trocken-bröselige Teigstangen essen war genug. Gegen Ende des Aufenthalts bin ich in Streik getreten, wurde allerdings eines Besseren belehrt und musste meine Prinzipien über Bord werfen. 12 Euro für eine Pizza? 20 Euro für Reis mit Gemüse? So bringt man Nationalgüter an Rest-Europäer-Banausen.
Jetzt ist die Zeit der Muse vorbei und es wird wieder geklotzt. Nicht mehr lange, zum Glück, genau gesagt noch drei Wochen. Dann heißt es wieder einmal Kisten packen. Ein Jahr kann noch so schöne Urlaube mit sich bringen. Ohne mindestens eine Umzug wäre es doch langweilig.
Nach 90-Stunden Arbeitswochen und viel beruflichem Tam-tam, habe ich mir eine kurze Auszeit genommen. Jene führte mich in etwas mehr als zwei Wochen von Schwaben nach Thüringen, auf eine Ostfriesische Insel, nach Franken, nach Schwaben, nach Frankreich, nach Schwaben, nach Franken nach Schwaben. Oder auch: 3, 500 Kilometer kreuz und quer mit dem Auto. Vom Flachland-Kessel ans Meer, in die Berge und wieder zurück. Bilder würde ich hier gerne online stellen, aber da ich und der technische Fortschritt nicht die besten Freunde sind, liegen die Bilder meiner analogen Kamera noch beim Drogeriemarkt.
Wer mich kennt, weiß, ich bin wie ein Kind, dass zum ersten Mal in seinem Leben Schokolade isst, wenn es um die Betrachtung von Dingen oder Landschaften geht, die mir im Alltag sonst nicht begegnen. Ich habe auf jener Insel zum zweiten Mal das Meer gesehen und mich verliebt in jeden einzelnen Tropfen. Habe dem Sturm getrotzt, bin auf Leuchttürme geklettert und habe in nicht ganz einer Woche einmal die komplette Insel umlaufen. Dabei muss mich jeder, der mir begegnet ist, für nicht von diesem Kontinent gehalten haben, denn mein heißgeliebter analoger Fotoapparat bommelte die ganze Zeit um meinem Hals. Dazu lugte unter der Kapuze meiner Windjacke nur noch meine Oberlippe und die Nase hinaus und in beiden Händen hielt ich je eine Plastiktüte. Eine für die Austernschalen, die ich so schön finde, und eine für den Sand, den ich illegal von der Insel geschleppt habe. Wenn ich etwas tue, dann mit vollem Einsatz. Zum Abschied ging es mit dem Schiff zurück aufs Festland, vorbei an Seehundbänken. Wie viele Seehunde es waren, weiß ich nicht, doch zu der Zeit, da ich auf der Insel war, führte eine Helikopterstaffel eine Seehund-Inventur über der Nordsee durch. Wenigstens die Dame von den Radionachrichten hat es geschafft, bei diesem Wort nicht in Lachen auszubrechen.
Dass ich zum ersten Mal in meinem Leben gebräunt durchs Leben laufe, habe ich der französischen Sonne zu verdanken. Nach Frankreich ging es fast direkt im Anschluss für ein paar Tage. Genauer war es eine süße mittelalterliche Stadt in den Rhone-Alpes, gelegen an einem wunderschönen hellgrünen See, umrandet von Bergen, Bergen, Bergen. Jedes Jahr findet in dieser Postkarten-Idylle das weltgrößte Film-Festival für Animation statt. Und so vergingen die Tage schnell mit Stadtbesichtigungen, im See baumelnden Füßen, Empfängen, dem Pflegen von Kontakten, Filme schauen, Ausflügen in den Bergen, Rettungsaktionen vor sich unbeirrt nähernden Kuhherden und schlechten Frühstücken. Dabei wurde mir auch wieder klar, dass Vorurteile manchmal ihren Namen zu Unrecht tragen. Den sie sind schlicht und einfach Realität:
Die Franzosen können kein Englisch. Ein internationales Festival, das ganze Filmprogramme auf Französisch ohne Untertitel zeigt, ist ein Schock. Egal wo ich es versuchte, im Hotel, im Einrichtungsladen, auf der Straße, die Franzosen weigern sich schlichtweg, eine auf Englisch gestellt Frage nicht auf Französisch zu beantworten. 60% der im französischen Radio gespielten Titel müssen in französischer Sprache gesungen sein. Die heimliche Quote liegt bei 95%, und die einzige englische Sängerin die gespielt wird, ist Whitney Houston. Und dass, obwohl niemand ihre Namen richtig aussprechen kann (der Radiomoderator versucht es erst gar nicht).
Die Franzosen haben das schlechteste Frühstück Europas. Jeden Morgen dasselbe Bild des Grauens: vertrocknetes Baguette, vertrocknete Milchbrötchenteig-Croissants, Butterersatz, Sirup mit Wasser als Orangensaft deklariert, Marmelade mit 80%-Zucker Anteil. C´est tout. Nach dem ersten Schluck des verdünnten Orangenaromasirups hieß es dann jeden Morgen: Non Madame, merci. Das kam schlecht an bei Madame. Sehr schlecht.
Die Franzosen essen ständig Baguette. Was den Deutschen die Kartoffeln, den Asiaten der Reis, das ist den Franzosen… nun ja. Dreimal täglich trocken-bröselige Teigstangen essen war genug. Gegen Ende des Aufenthalts bin ich in Streik getreten, wurde allerdings eines Besseren belehrt und musste meine Prinzipien über Bord werfen. 12 Euro für eine Pizza? 20 Euro für Reis mit Gemüse? So bringt man Nationalgüter an Rest-Europäer-Banausen.
Jetzt ist die Zeit der Muse vorbei und es wird wieder geklotzt. Nicht mehr lange, zum Glück, genau gesagt noch drei Wochen. Dann heißt es wieder einmal Kisten packen. Ein Jahr kann noch so schöne Urlaube mit sich bringen. Ohne mindestens eine Umzug wäre es doch langweilig.
Montag, 23. März 2009
Verweilen eine Weile lang
Seitdem ich auszog, bin ich schwerelos, heimatlos. Seitdem ich hinauszog um zu erkunden, ergründen, um zu suchen und zu finden, bin ich rastlos. Wo die Wurzeln liegen habe ich nie bezweifelt. Ich kenne den Namen dieses Ortes, lasse ihn in meinem Mund zergehen, dann und wann. Doch wo wächst der Stamm und wohin seine Krone? Wer wohnt in dieser Krone? Wie viel Sturm kann ein Baum ertragen, bevor seine Rinde dünn wird, splittert, bricht?
Ich stelle mich in die Frühjahrssonne zwischen all die Frühjahrsblüher und lasse mich wärmen. Ich will immer weiter wachsen und niemals aufhören. Ich bin nirgends festgewachsen, kann springen und laufen in jede Richtung. Doch eigentlich drehe ich mich immer nur im Kreis.
Wenn ich rauskommen will, wohin wende ich mich? Wo komme ich raus, am Ende der Reise?
Stehst du vor mir und schaust hinauf zu meiner lichten Krone? Oder lebst du gar darin? Willst du sie wachsen sehen, wachsen fühlen? Glaubst da daran, dass, wenn man einen Baum beschneidet, seine Knospen dichter treiben, satt im Grün?
Ich muss mich nieder lassen. Muss ausschlagen, verweilen, eine Weile lang. Denn ich renne Kreise in den Boden, Gräben, tief, in die irgendwann kein Sonnenlicht mehr scheinen wird. Ich will nach oben und die Wärme spüren; wo wird das sein?
Die Antwort ist bei dir, kleiner Kronenbetrachter, Kronenbewohner. Deine Sonne scheint fast jeden Tag für mich. So werde ich mit dir ziehen, meine Bahnen verlassen und hoffen, es ist der richtige Weg. Vielleicht muss du mir helfen, ab und zu, meine Schwere zu überlisten, die sich gegen meinen Willen stemmt.
Wo wächst mein Stamm und wohin meine Krone? Bei und zu dir, Sonnenschein.
Ich stelle mich in die Frühjahrssonne zwischen all die Frühjahrsblüher und lasse mich wärmen. Ich will immer weiter wachsen und niemals aufhören. Ich bin nirgends festgewachsen, kann springen und laufen in jede Richtung. Doch eigentlich drehe ich mich immer nur im Kreis.
Wenn ich rauskommen will, wohin wende ich mich? Wo komme ich raus, am Ende der Reise?
Stehst du vor mir und schaust hinauf zu meiner lichten Krone? Oder lebst du gar darin? Willst du sie wachsen sehen, wachsen fühlen? Glaubst da daran, dass, wenn man einen Baum beschneidet, seine Knospen dichter treiben, satt im Grün?
Ich muss mich nieder lassen. Muss ausschlagen, verweilen, eine Weile lang. Denn ich renne Kreise in den Boden, Gräben, tief, in die irgendwann kein Sonnenlicht mehr scheinen wird. Ich will nach oben und die Wärme spüren; wo wird das sein?
Die Antwort ist bei dir, kleiner Kronenbetrachter, Kronenbewohner. Deine Sonne scheint fast jeden Tag für mich. So werde ich mit dir ziehen, meine Bahnen verlassen und hoffen, es ist der richtige Weg. Vielleicht muss du mir helfen, ab und zu, meine Schwere zu überlisten, die sich gegen meinen Willen stemmt.
Wo wächst mein Stamm und wohin meine Krone? Bei und zu dir, Sonnenschein.
Freitag, 6. März 2009
Lee(h)r-Raum
Manchmal ist im Herzen einfach nur Winter. Alles liegt brach und trübe im kalten Wind, nichts bewegt sich und alles bleibt wie es ist. Dann und wann ist das gut so. Dann und wann nicht. Doch man kann sich daran festhalten, für eine kleine Weile.
Manchmal ist im Herzen Frühling und Herbst zu gleich. Alles anders, als es immer war. Getragen vom Wind, der ständig aus einer anderen Richtung bläst, einen erfasst und davon trägt und plötzlich wieder fallen lässt. Dann liegt man da, irgendwo, fluchend und versucht sich zu sammeln. Wo bin ich jetzt? Wo war ich davor? Will ich dort wieder zurück oder stelle ich mich einfach auf die Beine und schaue, wohin sie mich tragen, was ich dort vorfinden werde?
Es sind Scheidepunkte, Verästellungen, die etwas bewegen und verändern. Und sie sind gut (in der Regel) und machen Sinn (zumindest). Also warum versuche ich immer, diese zu planen, zu bemessen, abzuwägen? Wie viel hängt daran, wo ich lebe(n will). Wieviele? Und wer? Warum?
Ich habe Listen geschrieben. Pro, Contra. Gerade bin ich mit mir selbst beschäftigt, bitte nicht stören, b-i-t-t-e n-i-c-h-t s-t-ö-r-e-n. (Dann klingelt das Telefon, und man weiß hinterher nicht mehr was man getan hätte, wenn man nicht dran gegangen wäre. Vielleicht wäre die eigene Welt noch eine bessere?). Dann hat man email. (Und nach dem Lesen weiß man definitiv, dass die eigene Welt eine bessere gewesen wäre, hätte, wenn, tja…)
Am Besten also ich nehme deine Hand. Du hast mir immer Halt gegeben. Zur Sicherheit noch die Zweite. Ich schlinge meine Beine um dich und warte still, was passiert. Wollen wir uns tragen lassen, auf und ab und nieder? Oder weiter Listen schreiben, Tränen weinen in den leeren Raum?
Ich weiß es nicht. Weißt du es?
Manchmal ist im Herzen Frühling und Herbst zu gleich. Alles anders, als es immer war. Getragen vom Wind, der ständig aus einer anderen Richtung bläst, einen erfasst und davon trägt und plötzlich wieder fallen lässt. Dann liegt man da, irgendwo, fluchend und versucht sich zu sammeln. Wo bin ich jetzt? Wo war ich davor? Will ich dort wieder zurück oder stelle ich mich einfach auf die Beine und schaue, wohin sie mich tragen, was ich dort vorfinden werde?
Es sind Scheidepunkte, Verästellungen, die etwas bewegen und verändern. Und sie sind gut (in der Regel) und machen Sinn (zumindest). Also warum versuche ich immer, diese zu planen, zu bemessen, abzuwägen? Wie viel hängt daran, wo ich lebe(n will). Wieviele? Und wer? Warum?
Ich habe Listen geschrieben. Pro, Contra. Gerade bin ich mit mir selbst beschäftigt, bitte nicht stören, b-i-t-t-e n-i-c-h-t s-t-ö-r-e-n. (Dann klingelt das Telefon, und man weiß hinterher nicht mehr was man getan hätte, wenn man nicht dran gegangen wäre. Vielleicht wäre die eigene Welt noch eine bessere?). Dann hat man email. (Und nach dem Lesen weiß man definitiv, dass die eigene Welt eine bessere gewesen wäre, hätte, wenn, tja…)
Am Besten also ich nehme deine Hand. Du hast mir immer Halt gegeben. Zur Sicherheit noch die Zweite. Ich schlinge meine Beine um dich und warte still, was passiert. Wollen wir uns tragen lassen, auf und ab und nieder? Oder weiter Listen schreiben, Tränen weinen in den leeren Raum?
Ich weiß es nicht. Weißt du es?
Freitag, 13. Februar 2009
Die Macht der Ohnmacht (1)
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www.flickr.com/photos/couragecampaign/sets/72157611501972510/show/
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Freitag, 30. Januar 2009
To whom it may concern
Irgendwann muss man aufstehen. Den Rücken strecken. Ein Fuß vor den anderen. Sich über den Erfolg freuen, es geschafft zu haben und den Wind im Haar zu spüren. Sich fort-bewegen. Weg.
Das Schlimmste ist doch das Gefühl, keinem ginge es so schlecht wie einem selbst. Keiner kann nachfühlen, das, was, ja was denn? Oder ist es das schönste Gefühl?
Drogen als Ersatz für … hm, genau.
Wie alt bin ich jetzt? Und wie alt war ich, als diese Gefühle, dieses Drängen, die Rastlosigkeit akzeptiert waren? Man nannte es Pubertät und ertränkte sie, feierte sie mit schwarzen Versen an der Wand, mit Spuren in der Haut die nur langsam, lichtlos, verblassten.
Niemals würde das zu Ende gehen…
Aufgestanden? Stehend? Wo ist das Leben? Wie riecht es und schmeckt es? Und ja, ich bin immer noch allein, ich stehe immer noch hier, aber es wird sich viel bewegen, weil es Leben heißt und nicht Stillstand und nicht Tod und ich lerne, dass ich selbst das Leben …. leben muss.
Ich sehe es durch Rau(s)chwolken, durch dunkle Nächte flirrender Lichter Tanz, durch Lachen, vertrautes, unvertrautes. Horizont. Erweiterung. Und immer weiter.
Auf dem Weg nicht umdrehen. Mein Ziel kann nicht in der Vergangenheit liegen. Ich muss vergessen und sehen, dass ich niemals allein bin. Es wird immer wenige, viele, einen geben, der dieselben Lieder singt. Auch wenn ich sie nicht verstehe, so füllen die Klänge den Raum.
Man kann Liebe finden. Sie kündigt sich nicht vorher an. Sie steht im Raum und wartet darauf, betrachtet zu werden. Sie war schon immer da, ist niemals neu. Vielleicht ist man nur oft durch sie hindurch gelaufen. Vielleicht wusste man es nicht besser. Man wollte sie nicht finden. Hat sie gesucht auf Wegen die von Anbeginn unbestreitbar, uneinnehmbar waren. Ist man selber schuld? Bin ich schuld? Die Anderen? Die ewig Anderen. Ich kann nur jammern und stumm schreien und laut schreiben und sie ertränken, durch den Dunst hindurch blasen. Es wird sich niemals etwas ändern, verändern und niemand kann es nachempfinden und ich bin so allein. Die Anderen, sie leben und lieben und seufzen und streiten und fallen und stehen wieder auf in ihrer grenzenlosen Spießigkeit und Langeweile.
Besser für mich, es bleibt wie es ist.
Das Schlimmste ist doch das Gefühl, keinem ginge es so schlecht wie einem selbst. Keiner kann nachfühlen, das, was, ja was denn? Oder ist es das schönste Gefühl?
Drogen als Ersatz für … hm, genau.
Wie alt bin ich jetzt? Und wie alt war ich, als diese Gefühle, dieses Drängen, die Rastlosigkeit akzeptiert waren? Man nannte es Pubertät und ertränkte sie, feierte sie mit schwarzen Versen an der Wand, mit Spuren in der Haut die nur langsam, lichtlos, verblassten.
Niemals würde das zu Ende gehen…
Aufgestanden? Stehend? Wo ist das Leben? Wie riecht es und schmeckt es? Und ja, ich bin immer noch allein, ich stehe immer noch hier, aber es wird sich viel bewegen, weil es Leben heißt und nicht Stillstand und nicht Tod und ich lerne, dass ich selbst das Leben …. leben muss.
Ich sehe es durch Rau(s)chwolken, durch dunkle Nächte flirrender Lichter Tanz, durch Lachen, vertrautes, unvertrautes. Horizont. Erweiterung. Und immer weiter.
Auf dem Weg nicht umdrehen. Mein Ziel kann nicht in der Vergangenheit liegen. Ich muss vergessen und sehen, dass ich niemals allein bin. Es wird immer wenige, viele, einen geben, der dieselben Lieder singt. Auch wenn ich sie nicht verstehe, so füllen die Klänge den Raum.
Man kann Liebe finden. Sie kündigt sich nicht vorher an. Sie steht im Raum und wartet darauf, betrachtet zu werden. Sie war schon immer da, ist niemals neu. Vielleicht ist man nur oft durch sie hindurch gelaufen. Vielleicht wusste man es nicht besser. Man wollte sie nicht finden. Hat sie gesucht auf Wegen die von Anbeginn unbestreitbar, uneinnehmbar waren. Ist man selber schuld? Bin ich schuld? Die Anderen? Die ewig Anderen. Ich kann nur jammern und stumm schreien und laut schreiben und sie ertränken, durch den Dunst hindurch blasen. Es wird sich niemals etwas ändern, verändern und niemand kann es nachempfinden und ich bin so allein. Die Anderen, sie leben und lieben und seufzen und streiten und fallen und stehen wieder auf in ihrer grenzenlosen Spießigkeit und Langeweile.
Besser für mich, es bleibt wie es ist.
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