Der Schnee weicht nur ganz langsam. Alle sagen, so einen Winter hatten wir lange Jahre nicht. Ich sage das auch. Es sind Banalitäten, die vom Alltag ablenken sollen. Es sind Füllwörter, wenn es gerade nichts anderes zu sagen gibt.
Kaum dass das neue Jahr eine Woche alt war, stapfte ich durch den Schnee und hätte gerne ein paar dieser wheather words gesagt, um irgendetwas zu sagen, um die Stille zu füllen. Aber sie war zu mächtig. Und es wäre so unangemessen gewesen. Niemand hätte es hören wollen. Du nicht. Ich doch auch nicht. Ich wollte nur irgendetwas rufen um den Schleier zu durchbrechen, der uns weggeschwemmt hat. Die Ohnmacht. In der Kirche wollte ich manchmal aufstehen und gehen. Es tat weh, manche dieser Worte zu hören. Doch es war gut und der letzte Dienst. Nicht an uns denken, an dich denken. Und das taten wir. Der Schnee war kaum ausgetreten auf unserem Weg nach draussen. Ich konnte es nicht fassen, dass du darunter sein sollst. Dass das geht, wirklich möglich ist. Aber so viele Menschen können sich wohl nicht irren. Ich dachte an die Tigerente, denke immer noch an sie. Ich muss sie dir noch bringen, ich werde es tun, versprochen.
Das erste befreiende Lachen danach tat gut aber fühlte sich falsch an. Wir alle dachten an dich. Wir tun es weiter. Du hättest gesagt, das müsst ihr nicht. Aber insgeheim, insgeheim freust du dich. Und wir uns mit dir in Gedanken. In Erinnerungen.
Donnerstag, 4. Februar 2010
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