Montag, 30. November 2009

Parkplatzsuche

Heute hat die Melancholie direkt neben mir geparkt. Schon lange, bevor ich überhaupt wach wurde heute morgen, hielt sie an und, ohne zu klopfen oder zu fragen, kroch sie in mich.
Vom Bett zum Zug und in die Arbeit begleitet sie mich stumm und unsichtbar und grinst ganz leise in sich hinein.
Ich starre seit Stunden in mich um sie zu finden und heraus kommt nur ein Lächeln für all die anderen. Aber nicht für mich.
Heute gibt es keine gute Nachrichten. Sie sind neutral bis mässig. Nachdenklich machend. Nicht schlecht. Aber auch nicht gut.
Heute freue ich mich nur noch auf zwei Dinge. In mein Spiegelbild zu schauen: Das Buch, das ich gerade lese. Und ins Bett zu fallen und gewärmt zu werden.
Und im Laufe der Nacht ist, hoffentlich, auch der Parkplatz neben mir wieder frei.