Irgendwann einmal hat der Mensch begonnen, sich zum alljährlichen Jahresende eine (imaginäre) Liste mit den Dingen zu machen, die sie oder er im neuen Jahr nicht mehr, oder in jedem Fall, verwirklichen möchte. Das können materielle Sachen sein, wie Reisen in ein bestimmtes Land oder einen bestimmten Kontinent; es können emotionale bzw. essentielle Aspekte sein, eine Hochzeit oder Verlobung, eine Bewerbung auf eine neue Arbeitstelle. Oder aber es sind persönliche Charakteristika, die man (in den meisten Fällen) verändern will, wie beispielsweise nicht mehr so leicht in Stressmomente zu fallen, nicht mehr so launisch oder zu vorlaut zu sein.
Irgendwann muss dem Menschen dann aufgefallen sein, dass es meist bei den guten Vorsätzen allein bleibt. Die Frage, wie lange es dauerte, bis dies ins Bewusstsein des Jeweiligen drang, ist nicht zu beantworten, aber ich vermute es dauerte genau ein Jahr. Und trotzdem stellt man sich und anderen alljährlich Ende Dezember wieder dieselbe Frage: Was sind meine/deine guten Vorsätze fürs neue Jahr?
Vielleicht das sich alles verändert und alles bleibt wie es ist. Eventuell doch mal ans Meer zu fahren. Gegebenenfalls neue Wege zu entdecken. Hoffentlich alte Kontakte wieder zu pflegen und neue hinzu zu gewinnen. Irgendetwas zu verändern, das bleibt.
Oder aber einfach nur: Weniger Irgendwann und Vielleicht, Hoffentlich und Eventuell und Aber zu sagen. Was würde allein das verändern? Vielleicht werden wir es sehen!
Bis dahin wünsche ich euch einen wunderbaren Start ins neue Jahr!!
Dienstag, 30. Dezember 2008
Samstag, 13. Dezember 2008
Die Leiden des alten Herrn A.
Wenn alle (un-) (halb-) wichtigen Menschen in und um Stuttgart sich in ihre Cocktailkleider und Anzüge zwängen, mich anlächeln mit knallrotem Lippenstift auf den Zähnen, ihre Geliebten unter anderem Namen anmelden, die Polizei auf Patrouille Gräben läuft und Limousinen vorfahren in denen außer dem Fahrer niemand sitzt, weil ein gewisser Herr Josef A. bereits längst im hausinternen Restaurant zu speisen pflegt dann, ja dann findet zum 41. Male die Verleihung des Deutschen Wirtschaftsfilmpreises in Ludwigsburg statt.
Dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Ich könnte jetzt auftrumpfen: Ich stand mit Josef A. und T. Koll auf einer Gästeliste (man stelle sich vor!) huhu!! Aber musste ich dort auch arbeiten :-) Also bleibt die Kirche schön wo sie ist und ich auch.
Es galt Filme aus und über die Wirtschaft auszuzeichnen so wie dem Nachwuchs zu huldigen. Es gab hervorragende Preisträgerfilme und eine gelungene Veranstaltung zu sehen. Leider hatte die Jury nicht die Vielfalt der Ausbildungsstätten (sprich: Filmhochschulen) im Blick, doch das schmälerte nicht die Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Als sich der Vorhang hob, fielen sich zwei Kolleginnen von mir erleichtert in die Arme. Sie hatten die Verleihung zum Großteil organisiert. Kleine Kostprobe? "Nein... ich... nein in Chernos (Jobatey) Vertrag steht ausdrücklich drin... dass... nein... er möchte kein Make-up er... es steht im Vertrag er möchte keine Make-up bevor er..." Äh ja. Und so weiter.
Und wer (wie ich) dachte: Die armen Polizistinnen, wie sie da im Schnee rumstapfen und nichts zu tun haben!, der irrte. Als die Veranstaltung bereits fortgeschritten war, schritten plötzlich zwei der Leibwächter des Chefs einer großen Deutschen Bank die Treppe herunter, im festen Griff einen Mann im Smoking und mit Hut der es irgendwie geschafft hatte, sich einzuschleußen (oder einschleußen zu lassen). Eilends wurden seine Taschen durchsucht und ihr Innerstes nach Außen befördert. Die Polizistinnen freute es und uns Mitarbeiter auch. Augerollt auf dem glänzenden Boden des Foyers lag es, das Corpus Delicti. Keiner konnte sich ein Grinsen und ein geflüstertes "richtig so" verkneifen. Besagter Stein des heftigen Anstoßes war eine etwa zwei Meter mal zwei Meter große Flagge mit dem Konterfei des Hern A. darauf. Daneben stand in dicken Buchstaben: "Geld Macht Geil. Attac Region Stuttgart."
Dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Ich könnte jetzt auftrumpfen: Ich stand mit Josef A. und T. Koll auf einer Gästeliste (man stelle sich vor!) huhu!! Aber musste ich dort auch arbeiten :-) Also bleibt die Kirche schön wo sie ist und ich auch.
Es galt Filme aus und über die Wirtschaft auszuzeichnen so wie dem Nachwuchs zu huldigen. Es gab hervorragende Preisträgerfilme und eine gelungene Veranstaltung zu sehen. Leider hatte die Jury nicht die Vielfalt der Ausbildungsstätten (sprich: Filmhochschulen) im Blick, doch das schmälerte nicht die Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Als sich der Vorhang hob, fielen sich zwei Kolleginnen von mir erleichtert in die Arme. Sie hatten die Verleihung zum Großteil organisiert. Kleine Kostprobe? "Nein... ich... nein in Chernos (Jobatey) Vertrag steht ausdrücklich drin... dass... nein... er möchte kein Make-up er... es steht im Vertrag er möchte keine Make-up bevor er..." Äh ja. Und so weiter.
Und wer (wie ich) dachte: Die armen Polizistinnen, wie sie da im Schnee rumstapfen und nichts zu tun haben!, der irrte. Als die Veranstaltung bereits fortgeschritten war, schritten plötzlich zwei der Leibwächter des Chefs einer großen Deutschen Bank die Treppe herunter, im festen Griff einen Mann im Smoking und mit Hut der es irgendwie geschafft hatte, sich einzuschleußen (oder einschleußen zu lassen). Eilends wurden seine Taschen durchsucht und ihr Innerstes nach Außen befördert. Die Polizistinnen freute es und uns Mitarbeiter auch. Augerollt auf dem glänzenden Boden des Foyers lag es, das Corpus Delicti. Keiner konnte sich ein Grinsen und ein geflüstertes "richtig so" verkneifen. Besagter Stein des heftigen Anstoßes war eine etwa zwei Meter mal zwei Meter große Flagge mit dem Konterfei des Hern A. darauf. Daneben stand in dicken Buchstaben: "Geld Macht Geil. Attac Region Stuttgart."
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