Wenn alle (un-) (halb-) wichtigen Menschen in und um Stuttgart sich in ihre Cocktailkleider und Anzüge zwängen, mich anlächeln mit knallrotem Lippenstift auf den Zähnen, ihre Geliebten unter anderem Namen anmelden, die Polizei auf Patrouille Gräben läuft und Limousinen vorfahren in denen außer dem Fahrer niemand sitzt, weil ein gewisser Herr Josef A. bereits längst im hausinternen Restaurant zu speisen pflegt dann, ja dann findet zum 41. Male die Verleihung des Deutschen Wirtschaftsfilmpreises in Ludwigsburg statt.
Dieses Jahr hatte ich zum ersten Mal die Gelegenheit, bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Ich könnte jetzt auftrumpfen: Ich stand mit Josef A. und T. Koll auf einer Gästeliste (man stelle sich vor!) huhu!! Aber musste ich dort auch arbeiten :-) Also bleibt die Kirche schön wo sie ist und ich auch.
Es galt Filme aus und über die Wirtschaft auszuzeichnen so wie dem Nachwuchs zu huldigen. Es gab hervorragende Preisträgerfilme und eine gelungene Veranstaltung zu sehen. Leider hatte die Jury nicht die Vielfalt der Ausbildungsstätten (sprich: Filmhochschulen) im Blick, doch das schmälerte nicht die Qualität der Wettbewerbsbeiträge. Als sich der Vorhang hob, fielen sich zwei Kolleginnen von mir erleichtert in die Arme. Sie hatten die Verleihung zum Großteil organisiert. Kleine Kostprobe? "Nein... ich... nein in Chernos (Jobatey) Vertrag steht ausdrücklich drin... dass... nein... er möchte kein Make-up er... es steht im Vertrag er möchte keine Make-up bevor er..." Äh ja. Und so weiter.
Und wer (wie ich) dachte: Die armen Polizistinnen, wie sie da im Schnee rumstapfen und nichts zu tun haben!, der irrte. Als die Veranstaltung bereits fortgeschritten war, schritten plötzlich zwei der Leibwächter des Chefs einer großen Deutschen Bank die Treppe herunter, im festen Griff einen Mann im Smoking und mit Hut der es irgendwie geschafft hatte, sich einzuschleußen (oder einschleußen zu lassen). Eilends wurden seine Taschen durchsucht und ihr Innerstes nach Außen befördert. Die Polizistinnen freute es und uns Mitarbeiter auch. Augerollt auf dem glänzenden Boden des Foyers lag es, das Corpus Delicti. Keiner konnte sich ein Grinsen und ein geflüstertes "richtig so" verkneifen. Besagter Stein des heftigen Anstoßes war eine etwa zwei Meter mal zwei Meter große Flagge mit dem Konterfei des Hern A. darauf. Daneben stand in dicken Buchstaben: "Geld Macht Geil. Attac Region Stuttgart."
Samstag, 13. Dezember 2008
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1 Kommentar:
na wenn sich das nicht anhört, als hätte sich der Abend gelohnt! Und ist doch gut zu wissen, was mein Freund der Herr J. so für Probleme mit der Maske hat...der Mann hat schon seine Probleme...harr harr...
Ich hoff du hast die Feiertage gut hinter dich gebracht und ein bisschen auspannen können. Tut mir sehr leid, das das mit uns nicht geklappt hat, aber ich wollt mich ein bisschen kümmern, solang ich das noch kann. Das nächste mal fahr ich wieder ohne zu zögern rüber. oder, wie es aussieht, wer weiß, vielleicht wohn ich dann ja wieder da...wer weiß, momentan steht alles in den Sternen......
ich hoff bald wieder von dir zu hören! Ich drück dich und für deine zweite Hälfte immer noch die Daumen!
Kuss und einen guten Rutsch ins neue Jahr!
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