Die gute Nachricht für alle demokratischen Wähler in den USA (und 90% Europas): Einer weniger bei den Republikanern. Der New Yorker "Krisen"-managaer... äh... -bürgermeister Rudolph Giuliani ist draußen aus dem Kampf ums kommende Präsidentenamt. Jene, die ihn hinter sich gelassen haben sind jedoch nicht wirklich als Alternative zu bezeichnen: Mick Romney und John McCain.
Auf Letzteren scheinen sich die republikanischen Politiker und deren Freunde wohl gerade einzuschießen: Nicht nur Giuliani selbst stellt sich nun auf die Seite von McCain und bezeichnete ihn neulich als den qualifiziertesten Mann im Wahlkampf: "Er ist ein Held, und Amerika braucht einen Helden im Weißen Haus" [Quelle*] Hallelujah. Es wird nicht nur Schweiß, sondern auch Patriotismus geschwitzt in diesen Tagen jenseits des Atlantiks. Auch der amtierende kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger hat sich schnell noch vor dem "Super Tuesday" auf die Seite McCains gestellt.
Bleibt die Frage, Republikaner hin oder her, aber wer ist eigentlich.....
->->->John McCain?? <-<-<-
Ein Blick in die zwielichtigen Wikipedia-Welten gewährt dem Unwissenden eine kleine Einsicht in die Ansichten und Positionen des John Mäc C. Besser setzt man sich als aufgeklärter, am Weltgeschehen interessierter Durchschnittseuropäer dabei hin:
- Befürworter des Irakkrieges; Kritik an der Irak-Strategie Bushs, allerdings wurden seiner Meinung nach zu wenig Soldaten im Irak stationiert
- eine militärische Option gegen den Iran schließt er, in letzter Instanz, nicht aus
- erklärter Abtreibungsgegner, fordert Abkehr vom Recht auf Schwangerschaftsabbruch
- Vertreter eines traditionell-konservativen Familienbildes, lehnt insbesondere die Ehe unter gleichgeschlechtlichen Partnern ab
- Waffenlobbiest, tritt gegen Beschränkungen des Tragens, Erwerbs, Verkaufs von Schusswaffen ein [Quelle**]
Uiuiui. Ist es der Mehrheit der amerikanischen Wählern wirklich daran gelegen, nach über 7 Jahren Stillstand und herbeigezogenen Ausgaben der "Rede an die Nation" das "Werk" des George Bushs weiterzuführen? Noch schüttelt man leichtgläubig den Kopf, 'ach Quatsch, so hinters Lichtlein zu führen sind die Amis doch nicht'! Aber das hat 2002 um diese Zeit auch jeder im Alten Europa gedacht und trotzdem wurde Bush für eine 2. Amtszeit gewählt. Dies natürlich auch, weil sich das amerikansiche Wahlvolk aus teilweise anderen Interessensgruppen zusammensetzt, als das in Mitteleuropa der Fall ist.
Das + auf der Liste McCains:
Er macht sich für Sozialprogramme stark, ist Befürworter einer liberalen Einwanderungspoltik und (aus persönlichen Gründen) Gegner der Folter. [Quelle**]
Fragt sich welche Positionen schwerer wiegen.
Natürlich ist es noch ein weiter Weg bis Novemer und es kann noch viel passieren. Alle Kandidaten brauchen weiterhin eigene Kraft, viel Unterstützung (wie es scheint weniger von Otto Normalbürger als von politischen Kammeraden und der Medienöffentlichkeit) und Geld, das nicht zu fließen aufhört.
Es bleibt also spannend.
In diesem Sinne: vote on!
*http://www.ftd.de/politik/international/:Alle%20McCain/310762.html
**http://de.wikipedia.org/wiki/John_McCain#Positionen
Donnerstag, 31. Januar 2008
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