Eng gedrückt an die Wände imposanter Gründerzeitbauten, entlang kleiner Gassen eilend, immer verfolgt vom eisigen Wind, bin ich auf der Suche nach dem Maison Antoine. Patates frites soll es dort geben, die besten Belgiens. Die Allerbesten.
Ich düse über den Grand Place, und fühle mich plötzlich stark an München erinnert, an die Sicht auf das Rathaus aus den Fenstern des Restaurant Glockenspiel. Ich schaue dem Manneken Pis bei eben jenem zu, zusammen mit einem dutzend Japanern. Ich blicke hinauf zu Türmen und hinab in die zauberhaften großen Augen kongolesisch-belgischer Kinder der 3. Generation.
Ich lande in einer Sackgasse; und schwebe in einem gläsernen Fahrstuhl von der Rue Haute hoch zum Palais de Justice um eine traumhafte Aussicht über Brüssel zu genießen. Weiter geht es über die Rue de la Régence, vorbei an Chanel und Armani, in Richtung Königspalast und schließlich zurück zum Muziek Instrumentenmuseum im Old England House, ein Meisterwerk aus Eisen und ein Wahrzeichen des belgischen Jugendstil.
Ganz in der Nähe geht das bunte Treiben weiter, Straßenkünstler, Chocolaterien, Café Bars, auch immer wieder Regenbogenfahnen, die sich dem Wind entgegenstrecken. Hier gibt es sogar Gay Pride Reisebüros, ich staune. So laufe ich und laufe, schieße Fotos, besuche Meetings, kaufe Schokolade und finde doch nie zum Maison Antoine. Schicksal. Ich muss wohl wiederkommen.
Dienstag, 6. April 2010
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